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15. Oktober 2026

Google Reader abgeschaltet: Was passiert ist und welche Alternativen noch online sind

Kurz gesagt — Google Reader, ein kostenloser RSS-Feed-Reader, wurde am 1. Juli 2013 dauerhaft abgeschaltet. Mehrere RSS-Reader haben diese Lücke gefüllt und sind heute nachweislich online: Feedly, Inoreader, NewsBlur und The Old Reader.


Was war Google Reader und warum wurde er abgeschaltet?

Google Reader war ein RSS-Feed-Reader — ein Werkzeug, das Inhalte von mehreren Websites in einer einzigen Leseoberfläche bündelt. Der Dienst beschrieb sich selbst schlicht als „RSS-Feed-Reader”. Er war kostenlos und wurde von Google betrieben.

Der Dienst wurde am 1. Juli 2013 abgeschaltet. Google kommunizierte die Entscheidung vorab öffentlich und gab den Nutzern Zeit, ihre Daten zu exportieren. Google bot keinen Ersatz an. Seit diesem Datum ist Google Reader offline, und eine Rückkehr wurde nicht angekündigt.

Die Abschaltung hinterließ eine erhebliche Lücke. RSS-Reader sind eine spezifische Kategorie von Produktivitätswerkzeugen: Sie ermöglichen es, Dutzende oder Hunderte von Quellen zu verfolgen, ohne jede Website einzeln besuchen zu müssen. Wenn ein dominantes, kostenloses Werkzeug in dieser Kategorie schließt, benötigen die Nutzer einen nachweislich funktionierenden Ersatz — keine Liste von Vermutungen.


Welche RSS-Reader sind heute noch online?

Stand 15. Oktober 2026 führen vier RSS-Reader im Saatlas-Verzeichnis einen verifizierten Online-Status. Alle vier wurden an diesem Datum überprüft.

Feedly

Feedly ist ein RSS-Reader und Nachrichten-Monitoring-Dienst. Er arbeitet nach einem Freemium-Modell, d. h. es gibt eine kostenlose Stufe neben kostenpflichtigen Optionen. Status: online. Zuletzt geprüft: 15. Oktober 2026.

Feedly positioniert sich rund um das Thema Monitoring — das Werkzeug wird sowohl für persönliches Lesen als auch für die Beobachtung von Themen oder Wettbewerbern über viele Quellen hinweg eingesetzt. Es gehört zu den am häufigsten genannten Ersatzlösungen in den Jahren nach der Schließung von Google Reader.

Inoreader

Inoreader ist ein RSS-Reader mit Regeln und Filtern, der in Bulgarien ansässig ist. Er arbeitet nach einem Freemium-Modell. Status: online. Zuletzt geprüft: 15. Oktober 2026.

Die Betonung von Regeln und Filtern unterscheidet Inoreader von einem einfachen Feed-Aggregator. Nutzer, die eingehende Inhalte automatisch sortieren, taggen oder hervorheben möchten, werden diesen Unterschied zu schätzen wissen. Es ist einer der wenigen RSS-Reader im Verzeichnis mit einem bekannten Herkunftsland.

NewsBlur

NewsBlur wird als Open-Source-RSS-Reader beschrieben und ist in den Vereinigten Staaten ansässig. Er arbeitet nach einem Freemium-Modell. Status: online. Zuletzt geprüft: 15. Oktober 2026.

Der Open-Source-Charakter von NewsBlur ist bemerkenswert: Die Codebasis ist öffentlich zugänglich, was für Nutzer relevant ist, die selbst hosten oder überprüfen möchten, was die Software tut. Die gehostete Version arbeitet auf Freemium-Basis, sodass kein eigener Server erforderlich ist.

The Old Reader

The Old Reader ist ein sozialer RSS-Reader, der ausdrücklich von Google Reader inspiriert wurde. Er arbeitet nach einem Freemium-Modell. Status: online. Zuletzt geprüft: 15. Oktober 2026.

Name und Beschreibung sind direkte Verweise auf das Produkt, das er ersetzen soll. Wer speziell die Google-Reader-Erfahrung vermisst — seine Oberflächenlogik, seine sozialen Teilfunktionen —, findet in The Old Reader die Alternative, die am transparentesten auf diesen Bezugspunkt ausgerichtet ist.


Wie wählt man zwischen diesen vier Alternativen?

Alle vier Werkzeuge erfüllen dieselbe Kernfunktion: RSS-Feeds in einer lesbaren Oberfläche zu bündeln. Die Unterschiede, die für eine Entscheidung relevant sind, ergeben sich aus den verfügbaren Fakten.

Wenn Open Source wichtig ist, ist NewsBlur das einzige in dieser Gruppe, bei dem dieses Merkmal ausdrücklich genannt wird. Das ist für Teams mit Datensouveränitätsanforderungen oder für Entwickler relevant, die die Codebasis einsehen oder dazu beitragen möchten.

Wenn Automatisierung und Filterung Priorität haben, ist Inoreader das Werkzeug, das als regelbasiert und mit Filtern ausgestattet beschrieben wird. Ein einfacher RSS-Reader liefert alles in einem Strom; ein regelbasierter ermöglicht es, Beiträge automatisch zu sortieren, zu taggen oder auszublenden.

Wenn Sie das Google-Reader-Erlebnis so nah wie möglich suchen, nennt The Old Reader diese Inspiration direkt beim Namen. Seine soziale Ebene — Teilen und Kommentieren innerhalb des Readers — greift das auf, was Google Reader bot, bevor die Google+-Integration es verkomplizierte.

Wenn Monitoring und Nachrichtenverfolgung der Anwendungsfall sind, weist Feelys Beschreibung in diese Richtung. Das Werkzeug wird sowohl als RSS-Reader als auch als Nachrichten-Monitoring-Dienst beschrieben, was auf einen Funktionsumfang hindeutet, der eher auf die Beobachtung von Themen über Quellen hinweg als auf persönliches Lesen ausgerichtet ist.

Alle vier sind Freemium. Keines erfordert eine Vorabzahlung für den Einstieg. Der praktische Ansatz besteht daher darin, dasjenige zu testen, das der genannten Priorität entspricht, und bei Nichtpassung zu einem anderen zu wechseln.


Ist das RSS-Format 2026 noch zukunftsfähig?

Die Abschaltung von Google Reader wurde 2013 von manchen als Signal gewertet, dass RSS auf dem Rückzug sei. Diese Einschätzung war nicht zutreffend. Das Format blieb bestehen, und die darauf aufbauenden Werkzeuge arbeiteten weiter. Stand dieser Prüfung sind vier RSS-Reader im Saatlas-Verzeichnis online, ohne dass einer einen instabilen Status trägt. Das Format bleibt ein funktionaler, abhängigkeitsarmer Weg, Quellen zu verfolgen, ohne auf algorithmische Feeds oder plattformspezifische Apps angewiesen zu sein.

Das Risiko bei jedem RSS-Reader eines Drittanbieters ist dasselbe, das Google Reader gezeigt hat: Ein Dienst kann schließen. Die hier aufgeführten Alternativen sind am 15. Oktober 2026 nachweislich online, doch kein zukünftiger Status kann garantiert werden. Saatlas verfolgt Statusänderungen; der Saatlas-Friedhof verzeichnet geschlossene Werkzeuge einschließlich des jeweiligen Datums.

Für Nutzer, die ihren Lese-Stack nach einer Schließung neu aufbauen — ob nach Google Reader 2013 oder einem anderen Werkzeug seither —, ist der praktische Schritt die Wahl eines Readers, der die Abonnementliste im OPML-Format exportiert. Alle vier Werkzeuge hier unterstützen diesen Standard, was eine Migration zwischen ihnen unkompliziert macht, sollte eines davon schließen.


Wenn Sie einen RSS-Reader oder ein anderes SaaS-Werkzeug betreiben und es verifiziert und gelistet haben möchten, tragen Sie Ihr SaaS ein.

FAQ

Wann wurde Google Reader abgeschaltet?

Google Reader wurde am 1. Juli 2013 abgeschaltet. Der Dienst war ein kostenloser RSS-Feed-Reader, der von Google betrieben wurde. Seit diesem Datum ist er nicht mehr zugänglich.

Was ist die beste Alternative zu Google Reader?

Feedly, Inoreader, NewsBlur und The Old Reader sind allesamt RSS-Reader, die am 15. Oktober 2026 nachweislich online sind. Jeder erfüllt die Kernfunktion der RSS-Feed-Aggregation; die richtige Wahl hängt davon ab, ob Sie Automatisierungsregeln, soziale Funktionen oder eine Open-Source-Codebasis benötigen.

Gibt es Open-Source-Alternativen zu Google Reader?

NewsBlur wird als Open-Source-RSS-Reader beschrieben und ist am 15. Oktober 2026 nachweislich online. Der Dienst ist in den Vereinigten Staaten ansässig und nach einem Freemium-Modell verfügbar.

Sources

  1. Saatlas dataset (2026-10-15)